Thursday 23. October 2014
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Die Schatzkammer des Deutschen Ordens

 

 

 Gold, Silber und Kristall

Prächtiges Tafelgeschirr bestimmt das Gesamtbild der Schatzkammer. Teilweise war es für den praktischen Gebrauch bestimmt, teilweise diente es nur zur Dekoration der festlichen Tafeln der Renaissance- und Barockzeit. Gleichzeitig kann man an den Werken ablesen, wie sich die Tischkultur im Laufe der Zeit gewandelt hat. Die meisten Stücke stammen aus dem Schatz, den die Hochmeister in ihrer süddeutschen Residenz Mergentheim versammelten.

Kunstkammer

Fester Kern der Schatzkammer sind die Reste der Kunstkammer des Hochmeisters Erzherzog Maximilian von Österreich. Kunst- und Wunderkammern waren eine frühe Form unserer heutigen Museen. Darin fanden sich: Naturalia - seltene und kuriose Objekte aus der Natur, z. B. Kokosnüsse, Artificialia - von Menschenhand Geschaffenes, z. B. kostbare Goldschmiedearbeiten, Scientifica - wissenschaftliche Instrumente, z. B. Uhren, und Exotica - exotische Gegenstände, z. B. orientalische Waffen.

 

Kelche und Reliquiare

In der Schatzkammer finden sich verschiedene Kelche, Reliquiare und andere liturgische Gegenstände. Erst im frühen 19. Jahrhundert sind diese in den Ordensschatz gekommen, als unter Napoleon viele Ordenshäuser in Deutschland und die Inventare der Kirchen aufgelöst wurden.

Altarbilder

Einige gotische Altarbilder von großem Wert, die aus den Ordenskirchen in Graz, Friesach und Wien stammen, sind in der Schatzkammer ausgestellt. Darunter befinden sich zwei Ablaßtafeln aus dem 15. und 16. Jahrhundert, von denen nur sehr wenige Exemplare erhalten sind.

 

Insignien und Ornate

Besonders ausgeprägte Form hatten und haben die Zeichen, die die Zugehörigkeit zum Deutschen Orden beschreiben. Dazu zählen zuerst die verschiedenen kostbaren Insignien, vor allem Hals- und Brustkreuze der Ordensritter. Ebenso sind Gewänder und zeremonielle Objekte ausgestellt, die bei der Aufnahme neuer Ritter verwendet wurden.

Münzen und Medaillen

Die Münzen und Medaillen erinnern an die Hoheitsrechte der Hochmeister. Zunächst hat der Orden nur in Preußen und Livland von seinem Münzrecht Gebrauch gemacht, später ließen auch die Hoch- und Deutschmeister ihre eigenen Münzen prägen. Eine hervorragende Sammlung dieser Münzen befindet sich in der Schatzkammer. Hinzu kommen zahlreiche Medaillen, die die Hochmeister zur Repräsentation herstellen ließen und auf verschiedene Ereignisse und Personen hinweisen. 

 

Geschichte

Über 800 Jahren der Geschichte hat der Deutsche Orden durchlaufen. Auf unterschiedliche Weise ist diese lange Zeit in der Schatzkammer zu erfahren, in der der Schwerpunkt zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert liegt. Porträts der Hochmeister, Bilder von Schlachten und Zeremonien, aber auch die einzelnen Kunstwerke zeugen von verschiedenen Epochen und Episoden dieser Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AKTUELL:


http://www.deutscher-orden.at/