Tuesday 29. July 2014
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Kirche St. Elisabeth

 

An dieser Stelle stand bereits im frühen 13. Jahrhundert eine Kirche, von der allein der Turm bis heute erhalten blieb. Nach den Stadtbränden erfolgte der Neubau in verschiedenen Etappen. Das heutige Gotteshaus wurde am vierten Adventssonntag des Jahres 1395 konsekriert und unter das Patrozinium der Hl. Elisabeth von Ungarn, der Ordenspatronin, gestellt.

 

Der heutige Bau wurde auf dem Grundriß eines reinen Rechtecks mit ehemals vier großen Fenstern an der Südseite errichtet. Im Barock wandelte man den ursprünglich rechtwinkligen Grundriß durch Einbauten zu einem gestreckten Oval um. So wurde Platz für insgesamt acht, von gotischem Ornament umkleidete Emporen in den Ecken gewonnen, die von den dahinter liegenden Wohnungen zugänglich sind. In ihrer Gestalt ist die Kirche ein höchst bedeutendes Werk barocker Nachgotik.

 

Betritt man das Gotteshaus, fallen als erstes die über achtzig Wappenschilde ins Auge, sogenannte „Aufschwörschilde". Es war der Brauch, daß jeder Ordensritter in der Kirche, in der er den Ritterschlag erhielt, seinen Wappenschild aufhängte.

 

Das große Altarbild wurde 1667 von Tobias Pock geschaffen, der z. B. auch das  Hochaltarbild des Stephansdomes gemalt hatte. Das Altarbild stellt die Ordenspatrone dar: Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß, Elisabeth, Georg und Helena. Das Jesuskind auf dem Schoß der Mutter krönt die Hl. Elisabeth, während Gottvater und der Heilige Geist von Engeln begleitet über der Gruppe der Heiligen schweben.

 

Der Flügelaltar, ein geschnitzter Schrein und mit bemalten Seitentafeln, wurde 1520 im belgischen Mecheln für die Marienkirche in Danzig gefertigt und kam erst 1864 nach Wien.

 

Links neben dem Eingang zeigt der Cuspinianaltar die Patrone seines Stifters Johannes Cuspinian (Johannes der Täufer) und seiner beiden Gattinnen (Agnes und Anna). Besondere Erwähnung verdienen ferner drei Grabdenkmäler von Ordensrittern und Feldherren aus der Zeit der Türkenkriege, die Epitaphien des Erasmus Christoph Graf Starhemberg († 1729), des Guidobald Graf Starhemberg († 1737) sowie des Johann Josef Philipp Graf Harrach († 1764).


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