Druckansicht - Sonntag 5. Februar 2012
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April 1950: „Aktion K“ gegen die Ordensleute in der Tschechoslowakei

15.04.2010

unknownVor 60 Jahren, im April 1950, wurde in der Tschechoslowakei die von der kommunistischen Partei geplante s.g. „Aktion K" realisiert. Sie bedeutete eine brutale Vernichtung der Männerorden und erfolgte im Rahmen der Liquidationspolitik der Kommunisten gegenüber der katholischen Kirche, die 2 Jahre nach der kommunistischen Machtübernahme den letzten widerstandsfähigen „Feind" des neuen Regimes darstellte. Die „Aktion K", die nach den Historikern als eine Militäroperation konzipiert wurde, erfolgte in 2 Wellen: In der Nacht von 13. Auf 14. April  und in der Nacht von 27. Auf 28. April 1950. Die Geheimpolizei hat insgesamt 219 Ordenshäuser überfallen, 2376 Ordensmänner wurden in verschiedenen s.g. Konzentrationsklostern interniert. Das Eigentum der insgesamt 28 Orden wurde faktisch enteignet. Später erfolgten große Schauprozesse mit den Oberen der größten Orden.

Unter diesen 28 Orden nennen die tschechischen historischen Quellen auch den Deutschen  Orden - von „Aktion K" wurden ein Ordenshaus und ein Deutschordenspriester betroffen. Es handelte sich um P. Lambert Seidl OT, den letzten Propst in Troppau und in dieser Zeit einziges  Ordensmitglieder in der Tschechoslowakei. Bereits nach dem Krieg wurden nämlich die deutschen Ordensbrüder vertrieben und der tschechische Provinzial P. Stanislav Dostál OT wurde  1949 unter bis heute ungeklärten Umständen ermordet. 



Zeitschrift "Deutscher Orden" feiert 40. Geburtstag

23.03.2010

unknownMit der neuesten Ausgabe, die vor einigen Tagen erschienen ist, tritt die Zeitschrift „Deutscher Orden" in das vierzigste Jahr ein. Die erste Nummer wurde 1970 vom Initiator der Zeitschrift, P. Dr. Klemens Wieser OT zum Anlass des Priesterjubiläums des Hochmeisters Marian Tumler herausgegeben. Die Aufgabe der Zeitschrift formulierte P. Klemens mit folgenden Worten: „Sie soll für den Orden sprechen, sie soll die weit verstreuten Glieder des Ordens und der Familiareninstitute untereinander verbinden." Nach P. Wieser übernahm die Redaktion P. Gottfried Daum OT, der dann die Zeitschrift 24 Jahre lang redigierte. Seit 2002 leitet Sr. Reinhilde Platter OT die Zeitschrift.

Die Zeitschrift widmet sich vor allem den Ereignissen im Orden, seiner Spiritualität und Geschichte. Der Bogen der Leserschaft spannt sich weit: Österreich, Deutschland, Italien, Belgien, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Polen, Schweiz, Spanien, Schweden, England und USA. Für Redaktion, Schriftverkehr und Versand ist Sr. Reinhilde Platter verantwortlich. Unter der Adresse Weggensteinstraße 12, 39100 Bozen oder unter Email sr.reinhilde@dnet.it kann die Zeitschrift abonniert werden. Auf Wunsch werden auch einige Probeexemplare zugesandt.



Zum 55. Todesjahr von Hochmeister Eugen von Österreich

16.02.2010

unknownErzherzog Eugen von Österreich (1863 - 1954) war der letzte einer langen Reihe von Mitgliedern des Hauses Habsburg, der dem Deutschen Orden als Hochmeister vorstand. Er war Feldmarschall der k u. k. Armee und letzter weltlicher Hochmeister des Deutschen Ordens. Durch seine breit gefächerten wissenschaftlichen und künstlerischen Interessen verfügte Erzherzog Eugen über eine umfangreiche Bildung. Er sprach fließend mehrere Sprachen, war ein begabter Musiker, begeisterter Besucher von Konzerten und Universitätsvorträgen, Archivforscher, Mäzen des Theaterwesens und Förderer bildender und darstellender Künstler. Als passionierter Automobilist war er einer der ersten Hochadeligen mit einem Kraftfahrzeug (Kennzeichen: A 1). Auch sein Humor, seine Menschlichkeit und sein karitatives Wirken brachten ihm Achtung und hohes Ansehen ein. Die Bedeutung Erzherzog Eugens liegt neben seiner erfolgreichen militärischen Karriere für den Deutschen Orden in der intensiven Förderung des seelsorglichen, pädagogischen und karitativen Wirkens der Brüder und Schwestern sowie des Sanitätswesens des Ordens.

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Neubeginn des Ordens in seiner alten Pfarrei

11.02.2010

unknownFreudenthal ist eine Stadt in Nordmähren (ungefähr 40 Kilometer nördlich von Olmütz) mit 17.000 Einwohnern und mit einer sehr interessanten Geschichte. Freudenthal gehörte (seit 1215) zu den ältesten Königsstädten in Böhmen und Mähren und in dieser Zeit wurde auch die dortige frühgotische Kirche, ursprünglich dem Hl. Wenzel geweiht, erbaut. Die Stadt hat gut prosperiert, vor allem wegen ihrer günstigen Lage zwischen Mähren und Schlesien und aufgrund des Bergbauwesens. Die Herren von Würbenthal, für lange Zeit Eigentümer von Freudenthal, erbauten in der Stadt ein Renaissanceschloss. Die Stadt hat viel unter den Folgen des dreißigjährigen Krieges gelitten und im Jahr 1621 wurde sie vom Deutschen Orden käuflich erworben. So begann die Zeit einer neuen großen Blüte für die Stadt: Neben Bergbau hat Freudenthal vor allem in der Textilindustrie prosperiert. Der Orden hat das Schulwesen erneuert und ausgebaut; einzigartig war auch sein soziales Wirken - in der Herrschaft Freudenthal wurde die Leibeigenschaft 100 Jahre früher als in der ganzen übrigen Monarchie abgeschafft! Im 19. Jahrhundert kamen in das Gebiet auch die Deutschordensschwestern, die verschiedene Schulen und Krankenhäuser gründeten.

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Hochfest Unserer Lieben Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem

29.01.2010

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Am Sonntag, dem 7. Februar, zelebriert Hochmeister Dr. Bruno Platter um 9.00 Uhr in der Ordenskirche St. Elisabeth das Hochamt vom Gründungsfest des Deutschen Ordens: zur Mitfeier ergeht an alle Interessierten eine herzliche Einladung!  

Der Deutsche Orden entstand 1189/90 vor Akkon im Heiligen Land während des dritten Kruzzuges. Als die Hafenstadt Akkon durch christliche Truppen belagert war, gründeten Bürger aus Lübeck und Bremen ein Zeltspital aus Schiffsegeln, in dem sie vor allem die von Seuchen betroffenen Kreuzfahrer und die kranken Pilger gepflegt haben. Dieses Hospital blieb über die Belagerung hinaus erhalten und bei ihm entstand zunächst eine kleine Bruderschaft unter der Leitung eines gewissen Meisters Sibrand. Am 6. Februar 1191 stimmte Papst Clemens III. der Gründung zu und nahm die kleine Gemeinschaft unter den Schutz der Kirche. Das Hospital zog nach der Einnahme von Akkon in die Stadt und übernahm einen festen Baukomplex in der Nähe eines Tores an der Stadtmauer. Bis 1196 entstanden fünf weitere Häuser im Heiligen Land, darunter die mächtige Burganlage Montfort. Später übernahmen die Brüder auch das Spital in Jerusalem mit einer Marienkapelle: hier liegt der Ursprung der Benennung Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem.

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Kardinal Schönborn feierte 65. Geburtstag

29.01.2010

unknownKardinal Christoph Schönborn ist seit 1995 Erzbischof der Erzdiözese Wien und so eigentlich „Nachbar" des Generalats des Deutschen Ordens in Wien. Nicht nur als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, sondern auch als Mitglied wichtiger vatikanischer Kongregationen genießt Kard. Schönborn weltweit hohes Ansehen. Im Februar 2007 wurde er vom Hochmeister zum Ehrenritter des Deutschen Ordens ernannt und investiert. Er steht so in einer Reihe mit den Wiener Erzbischöfen, die gleichfalls Ehrenritter des Deutschen Ordens waren, wie Kard. Franz König und Kard. Theodor Innitzer, der zugleich auch Protektor des Ordens war. Kard. Christoph Schönborn ist nach Kard. Damian Hugo von Schönborn (+1743), Landkomtur von Biesen und Hessen und Fürstbischof von Speyer und Konstanz, im Deutschen Orden der zweite Kardinal aus dem Hause Schönborn. 

Hochmeister Bruno Platter, Generalökonom P. Frank Bayard und einige andere Brüder aus dem Konvent am Hochmeisteramt nahmen am 24. Jänner im Stephansdom am Vespergottesdienst anlässlich des 65. Geburtstages teil und überbrachten die Glückwünsche des Ordens. Fr. Hans-Ulrich Möring aus der österreichischen Brüderprovinz war an der musikalischen Gestaltung der Feier beteiligt. Zu diesem „Familienfest der Erzdiözese Wien" versammelten sich ungefähr drei Tausend Gläubige, allen voran das Domkapitel und eine sehr hohe Anzahl von Priestern und Ordensleuten.



Erstes Adventkonzert von Studenten des Konservatoriums Troppau in Wien

31.12.2009

unknownIn einer „konzertanten Aktion" sangen am Samstag vor dem 4. Advent der gemischte Chor „Laudate Dominum", der Kammerchor sowie Solisten und Instrumentalisten des Kirchlichen Konservatoriums des Deutschen Ordens aus Opava/Troppau in der Deutschordenskirche zu Wien. Mit dem Hochmeister, Prior P. Johannes Kellner und den Mitgliedern des Konventes des Deutschen Hauses erlebten zahlreiche Besucher, darunter Familiaren mit Balleimeister DI Haider an der Spitze, sowie Gläubige aus den Ordenspfarren der österreichischen Ballei ein außergewöhnliches Konzert auf hohem Niveau. 

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