Druckansicht - Sonntag 5. Februar 2012
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03.02.2012

unknownIm Jahr 2011 konnte sich die Schatzkammer des Deutschen Ordens über einen regen Besucherzuwachs freuen und erstmals die 4000 Personen Grenze überschreiten. 4.500 Menschen besuchten letztes Jahr das Museum und erhöhten die Besucherzahl von 2010 (3.765 Besucher) um 19,5%. Dazu beigetragen hat u. a. eine Kooperation mit einigen freiberuflichen Kunsthistorikern, die zusätzlich zu den hauseigenen Führungen weitere Gruppen durch die Sammlung führten. 2011 beteiligte sich die Schatzkammer des Deutschen Ordens zum ersten Mal am jährlich vom österreichischen Bundesdenkmalamt organisierten „Tag des Denkmals" und verzeichnete dabei eine sehr positive Besucherbilanz. Ebenso veranschaulichte die ORF „Lange Nacht der Museen" das ungebrochene Interesse an der Schatzkammer und am Deutschen Orden, auch wenn die Besucherzahl von knapp 1100 Personen im Vergleich zum vergangenen Jahr (knapp 1170 Personen) leicht rückläufig war.

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31.01.2012

unknownZwischen 1864 und 1868 erbaute der Architekt Theophil von Hansen für Hoch-und Deutschmeister Erzherzog Wilhelm eine repräsentative Residenz an der im Entstehen befindlichen Ringstraße. Das Palais, gegenüber dem Stadtpark gelegen, verweist in der Fassadengestaltung auf vielfältige Weise auf den Deutschen Orden und ist eine gelungene Synthese aus Repräsentation und Wohngebäude. Im Jahre 1938 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Wien über, wurde zunächst von den  Nationalsozialisten, als Sitz der SS, nach dem Krieg von der Polizei genutzt. Seit dem Jahre 1982 residiert dort der „Opec Fund for international Development" (OFID), eine Tochter der OPEC die sich der Entwicklungshilfe und sozialen Projekten widmet. Dieser Organisation ist es zu danken, dass die Beletage, also die ehemaligen Wohnräume des Hoch- und Deutschmeisters, erhalten blieben und in weiten Teilen den alten Glanz und das Konzept Hansens widerspiegeln.

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Hochfest Unserer Lieben Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem

28.01.2012

unknownAm Sonntag, dem 5. Februar, zelebriert Hochmeister Bruno Platter um 9.00 Uhr in der Ordenskirche St. Elisabeth das Hochamt vom Gründungsfest des Deutschen Ordens: zur Mitfeier ergeht an alle Interessierten eine herzliche Einladung!  

Der Deutsche Orden entstand 1189/90 vor Akkon im Heiligen Land während des dritten Kruzzuges. Als die Hafenstadt Akkon durch christliche Truppen belagert war, gründeten Bürger aus Lübeck und Bremen ein Zeltspital aus Schiffsegeln, in dem sie vor allem die von Seuchen betroffenen Kreuzfahrer und die kranken Pilger gepflegt haben. Dieses Hospital blieb über die Belagerung hinaus erhalten und bei ihm entstand zunächst eine kleine Bruderschaft unter der Leitung eines gewissen Meisters Sibrand. Am 6. Februar 1191 stimmte Papst Clemens III. der Gründung zu und nahm die kleine Gemeinschaft unter den Schutz der Kirche. Das Hospital zog nach der Einnahme von Akkon in die Stadt und übernahm einen festen Baukomplex in der Nähe eines Tores an der Stadtmauer. Bis 1196 entstanden fünf weitere Häuser im Heiligen Land, darunter die mächtige Burganlage Montfort. Später übernahmen die Brüder auch das Spital in Jerusalem mit einer Marienkapelle: hier liegt der Ursprung der Benennung Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem.

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29.12.2011

unknownAm Freitag, dem 9. Dezember 2011, brachen Hochmeister Bruno Platter und P. Laurentius Meißner, Novizenmeister der Deutschen Brüderprovinz, von Wien über Rom nach Palermo auf, um in Cefalù auf Sizilien neue Familiaren in den Deutschen Orden aufzunehmen. Ein erster Eindruck von der Schönheit dieser Stadt wurde ihnen am Abend bei einer Rundfahrt durch die bereits sehr weihnachtliche Beleuchtung zuteil. Am Samstag gab es nach einem interessanten Besuchsprogramm in der Stadt eine Führung im Stadtmuseum, anschließend ging es in den Dom, wo die Investitur liturgisch vorbereitetet wurde. Hochmeister Bruno Platter erwies dem Ortsbischof seine Referenz durch einen kurzen Besuch, der in herzlicher Atmosphäre mit einem gemeinsamen Mittagessen endete. Am Nachmittag trafen sich zum ersten Mal die Familiaren und Neufamiliaren zu einem geistlichen Vortrag über die Persönlichkeit und Spiritualität Papst Johannes Paul II. Später stieß noch eine große Gruppe Südtiroler Familiaren dazu, um gemeinsam die Vesper zu beten. Nach einem opulenten Abendessen ehrte Komtur Pino Zingale in einem Festakt verdiente Familiaren, Neufamiliaren und nicht zuletzt den Herrn Hochmeister seitens der „Accademia Teutonica Enrico VI." mit der Medaille der Akademie. Noch zu später Stunde schloss Frau Professor Maria D'Amico, Architektin und Historikerin, in einem informativen Lichtbildvortrag über die Spuren des Deutschen Ordens im westlichen Sizilien einen an Begegnungen und Eindrücken reichen Tag ab.

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19.12.2011

unknown„Die Kenntnis der Vergangenheit erklärt die gegenwärtige Position und hilft, Wege für die Zukunft zu finden!" Dies war eine wesentliche Maxime für Hochmeister Dr. Marian Tumler im Wiederaufbau des Deutschen Ordens nach dem Zweiten Weltkrieg. Er schrieb selber eine kurze Darstellung der Ordensgeschichte zur öffentlichen Unterrichtung (zwei Auflagen 1948, 1956; überarbeitet von Udo Arnold, fünf Auflagen 1974-1992, vergriffen) und begrüßte es sehr, dass das Manuskript seiner großen Darstellung der Ordensgeschichte bis 1400 gedruckt wurde (1955, lange vergriffen). Als im Vorfeld seines 80. Geburtstages die eigene Buchreihe des Ordens, „Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens", 1966 gegründet wurde, hat er sich besonders gefreut. Schließlich bot diese unter der Patronanz des Deutschen Ordens stehende Initiative nicht zuletzt allen Ordensmitgliedern die Möglichkeit, den eigenen Standort mithilfe der Geschichte besser zu bestimmen und damit auch aktiver an der Gestaltung der Ordenszukunft teilzunehmen. Solche Initiativen haben den Nachteil, dass sie Geld kosten, sich kaum jemals selber tragen. Um hier Abhilfe zu schaffen, bildetet sich im Kölner Raum ein „Historischer Beirat des Deutschen Ordens", in dem führend tätig waren die Familiaren Franz Gierlichs und Hermann Haeck. Bald stieß auch der Deutschherrenschatzkanzler Claus Mosler hinzu, der die Initiative an sich zog zur Gründung einer „Vereinigung zur Förderung der wissenschaftlichen Erforschung der Geschichte des Deutschen Ordens" (1981), deren Hauptzweck es sein sollte, die Finanzierung der „Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens" zu sichern. Der „Historische Beirat" ging in der neuen Vereinigung auf.

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P. Pavel Forgač verstorben

13.12.2011

unknownP. Pavel Forgač, Oblate des Deutschen Ordens und Bischofsvikar der Diözese Ostrau - Troppau, ist am 8. Dezember 2011 in seinem 62. Lebensjahr verstorben. P. Pavel hat ursprünglich in der damals kommunistischen Tschechoslowakei als Jurist gearbeitet; nach seiner Entscheidung, Priester zu werden, ist er im Oktober 1989 nach Italien emigriert. In Rom studierte er an der Lateran-Universität, für seine Priesterausbildung war Kardinal Tomáš Špidlík SJ verantwortlich. Im Jahr 1995 trat P. Pavel als Oblate in den Deutschen Orden ein und legte 1997 die Oblation ab. Das  Diakonatsjahr absolvierte er in Köln am Rhein und  wurde  am 29. Juli 1998 im Stephansdom durch Kardinal Christoph Schönborn zum Priester geweiht. Einige Zeit war er Seelsorger der deutschsprachigen Gemeinde in Prag, 2001 wurde er von Bischof František Lobkowicz zum Bischofsvikar für die Caritas in der Diözese Ostrau-Troppau ernannt. Dieser Aufgabe widmete er sich mit großem Engagement, im Dienst an alten und kranken Menschen sah er eine Verwirklichung der Ideale des Ordens. Aufgrund seiner Spontaneität, Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit war er nicht nur unter den Klienten der Caritas, sondern bei allen Gläubigen in der Diözese sehr beliebt. P. Pavel war ein ausgezeichneter Musiker und auch diese seine Begabung stellte er in Dienst an alten Menschen, mit denen er unermüdlich Lieder aus ihren Jugendjahren sang. R.I.P.    



Die Adventszeit im Deutschen Orden

27.11.2011

unknownAn alle Interessierte, die sich zusammen mit der Ordensgemeinschaft auf die Ankunft Christi vorbereiten wollen, ergeht eine herzliche Einladung, an der Andacht teilzunehmen, die jeden Freitag in der Adventszeit um 20.30 in der Ordenskirche zu St. Elisabeth (Singerstraße 7, Wien) stattfindet. Genauso sind alle eingeladen, das Rorateamt, ebenfalls jeden Freitag, um 6.30 Uhr in der Frühe in der Ordenskirche, mitzufeiern. Falls sich jemand für das Leben der jungen Mitbrüder interessiert, stehen diese nach Absprache für ein Gespräch gerne zur Verfügung; genauso bieten auch die Priester die Möglichkeit eines Gesprächs, bzw. einer Beichte an. Eine Kontaktaufnahme ist vor Ort oder über die Ordenshomepage möglich. Am Dienstag, dem 13. Dezember findet um 19 Uhr in der Ordenskirche das Adventskonzert des Ordenskonservatoriums aus Troppau (Opava) statt. Die Studenten und Pädagogen werden gemeinsam mit dem Streichquartett der Ostrauer Philharmoniker  Werke von Vivaldi, Bach, Franck und weiteren Autoren aufführen. Das Konzert ist für alle offen, die sich für schöne Musik interessieren und die durch ihre Anwesenheit auch die jungen Studenten unterstützen wollen. Der Eintritt ist frei, die freiwilligen Spenden dienen der Förderung eines Schulpatenkindes aus der Ukraine.   

Einladung Konzert (pdf) 


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