Druckansicht - Montag 6. September 2010
Die Jahresexerzitien der Brüder in Gumpoldskirchen

04.09.2010

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In den Tagen von 29.8. – 2.9. haben die Brüder der Österreichischen und der Tschechischen Provinz gemeinsam ihre vom Kirchenrecht und den Brüderregeln vorgeschriebenen Jahresexerzitien absolviert. In diesem Jahr hat sie der Berliner Domkapitular und Geistliche Assistent der Familiarenballei Deutschland Ulrich Bonin geleitet; das Thema war „Petrus: Fischer – Jünger – Apostel oder schwankender Fels?“ Der Ort der Exerzitien war schon traditionell das gemütliche Deutschordensschloss in Gumpoldskirchen. Jeden Tag haben die Brüder gemeinsam gebetet, den Gottesdienst gefeiert und die geistlichen Impulse des Exerzitienleiters in der Stille meditiert. Es gab auch viele Gelegenheiten zur privaten Anbetung vor dem Allerheiligsten und zur Vertiefung des geistlichen Lebens im persönlichen Gebet. Zum Abschluss der Exerzitien haben die Brüder ein erfreuliches Ereignis erlebt: Im Rahmen der Sext wurde P. Jan Maria Hnátek, bisher Priester der Diözese Ostrau–Troppau und Spiritual am Konservatorium des Deutschen Ordens in Troppau, in das Noviziat für die Tschechische Provinz aufgenommen. Dabei nahm er den Ordensnamen P. Norbert an. Der Hochmeister hat in seiner Ansprache seine Freude über die personelle Entwicklung in der Tschechischen Provinz, die aufgrund des Kommunismus noch vor 20 Jahren keine Mitglieder hatte, zum Ausdruck gebracht. Heute kann sie sich über 14 Mitglieder und über eine optimistische Aufbruchsstimmung freuen. 



P. Ewald Volgger OT ist neuer Rektor der KTU Linz

03.09.2010

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Univ.-Prof. Dr. Ewald Volgger OT, Vorstand des Instituts für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie, wurde zum Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz gewählt. Der 1961 in Bruneck/Pustertal in Italien (Südtirol) geborene Ewald Volgger trat nach der Ausbildung zum Grundschullehrer 1980 in den Deutschen Orden in Lana/Meran (Provinz Südtirol) ein. Er studierte Theologie in Brixen und Wien, absolvierte Studienaufenthalte in Frankfurt, Oxford und Rom und promovierte 1993 an der Universität Wien. Von 1994-1999 war Volgger Dozent, seit 1999 bis zuletzt Professor für Liturgiewissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese Bozen-Brixen, am Höheren Institut für Theologische Bildung – Istituto Superiore di Scienze Religiose und an den Brixner Theologischen Kursen. Pater Volgger war auch Dozent für Liturgik an der Kirchenmusikschule Brixen und Meran, seit 2000 auch Professor für Sakramententheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Diözese Bozen-Brixen. Im Jahr 2000 wurde er zum Generalsekretär des Deutschen Ordens ernannt, eine Aufgabe, die er weiterhin wahrnimmt. Seit 2003 ist Professor Ewald Volgger Vorstand am Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen neben den allgemeinen Aufgaben im Fach im Bereich der christlichen Festforschung, der Geschichte und Theologie des Bußsakramentes, der Taufliturgie und des Taufortes, der Ausbildung für den liturgischen Dienst im Sinne der mystagogischen und ästhetischen Hinführung, in Fragen des Kirchenbaus und der Umgestaltung von liturgischen Räumen sowie der Forschung im eigenen Ordensbereich.

(www.ktu-linz.ac.at) 



19.08.2010

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Die Burg Busau (tschechisch Bouzov) ist ohne Zweifel in der modernen Zeit zu einem der Symbole des Deutschen Ordens in Mitteleuropa geworden. Der Orden hat sie schon am Ende des 17. Jahrhunderts gekauft; doch wird sie vor allem mit dem Hochmeister Erzherzog Eugen verbunden. Er empfand zu Busau eine große Zuneigung und ließ sie großzügig umbauen, damit sie den Eindruck einer romantischen mittelalterlichen Burg erweckt. Auf  Busau wurde 1929 der erste tschechoslowakische Staatspräsident T. G. Masaryk von dem damaligen Hochmeister Norbert Klein empfangen. Am 1.10.1939 wurde die Burg durch die Nazis konfisziert und fiel unter die Verwaltung von SS Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt in Berlin, nach dem Krieg wurde sie wieder enteignet. Heute gehört sie dem Denkmalschutzamt in Olmütz und mit über 100.000 Besucher pro Jahr zählt zu den am meisten  besuchten Burgen in Tschechien. 

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17.08.2010

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Mit einer Delegation von sechs Ordensmitgliedern hat Hochmeister Bruno Platter vom 28. Juli bis 1. August 2010 das alte Deutschordensland besucht. Obwohl der offizielle Anlaß für diesen dritten Polen-Besuch innerhalb des Monats Juli die Segnung und Eröffnung der neuen Krypta der Hochmeister in Marienwerder, dem Sitz der damaligen dem Deutschen Orden inkorporierten Diözese Pomesanien war, gab es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Besuchen jener Orte, die mit dem Leben der seliger Jutta von Sangershausen (Kulmsee und Bielczyny) sowie der heiligen Dorothea von Montau (Groß-Montau, Marienwerder) verbunden sind. So nahm diese Reise den Charakter einer Wallfahrt an. Darüber hinaus besichtigte die Delegation die nach Thorn zweitälteste Niederlassung des Ordens in Preußen, die Burg Kulm, sowie die ehemalige Zisterzienser-Abtei Peplin, die heute Kathedrale und kirchliches Zentrum des Bistums Pelplin ist und selbstverständlich auch die Marienburg.

 

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07.08.2010 

unknownIm Rahmen von im Jahre 2007 im Presbyterium des Domes zu Marienwerder durchgeführten Ausgrabungen, bei denen nach den Gebeinen der hl. Dorothea gesucht wurde, fanden die Archäologen überraschenderweise neben Skeletten, die den dort bestatteten Bischöfen von Pomesanien zuzuordnen waren, in einer separaten Krypta die Gebeine von drei - nach den vorgefundenen Beigaben und Stoffresten zu schließen - hochgestellten Persönlichkeiten. Drei unterschiedliche Universitätsinstitute wurden mit historischen, anthropologischen, physikalischen, chemischen und schließlich DNA Untersuchungen beauftragt. Dabei kamen die Wissenschaftler zum eindeutigen Ergebnis, dass es sich hierbei um die sterblichen Überreste der Hochmeister Werner von Orseln (+1330), Ludolf König (+1348) und Heinrich von Plauen (+1429) handle, die auch in einem Fresko im Presbyterium aus dem 15. Jahrhundert neben Bischöfen, die größtenteils Deutschordenspriester waren, abgebildet sind. Neben der Hochmeisterkrypta fanden die Archäologen eine leere Krypta vor, in der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gebeine der hl. Dorothea bestatten waren, die allerdings vermutlich im Zuge der Reformation gemeinsam mit ihrem Kult beseitigt wurden. 

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Hochmeister hält Rede an der Gedenkstätte in Tannenberg/Grunwald

21.07.2010

unknownAuf den 15. Juli 2010 fiel der 600. Jahrestag einer der größten Schlachten des mittelalterlichen Europa – der Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg/Grunwald. Zu diesem Anlaß fanden auf den Feldern bei Tannenberg und in Marienburg die feierlichen Gedenkveranstaltungen statt, an welchen auch der Hochmeister des Deutschen Ordens Dr. Bruno Platter, teilnahm. Dazu war er noch vom Präsidenten Kaczynski eingeladen worden und dessen Nachfolger Komorowski hatte die Einladung bekräftigt. Zum Auftakt lud der gewählte Präsident Bronisław Komorowski in den Morgenstunden des 15. Juli zum gemeinsamen Frühstück mit den anderen hohen Gästen, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek, der Staatspräsidentin Litauens Dalia Grybauskaitė, dem rumänischen und dem moldawischen Staatspräsidenten, sowie mehreren Ministern und Botschaftern. 

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13.07.2010

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Die Stadt Regensburg war anlässlich des 800-Jahr-Jubiläums der Gründung der Deutschordenskommende St. Ägid in dieser damals sehr bedeutenden mittelalterlichen Stadt Gastgeberin für die diesjährige Investitur von 14 neuen Familiaren der Ballei Deutschland. Bei einem Empfang im Reichssaal des alten Rathauses Regensburg, bei dem die historische Dimension und Entwicklung des Ordens im 13. Jahrhundert und die Verbindungen zur Stadt Regensburg im Festvortrag von Prof. Dr. Stefan Samerski erläutert wurden, gab es mit Auszügen der Legende von der heiligen Elisabeth aus dem „Passional“ in einer Übertragung aus dem Mittelhochdeutschen eine Premiere der besonderen Art. Dieses „Passional“ ist eine Sammlung von gereimten mittelhochdeutschen Heiligenlegenden und diente den Ordensbrüdern unter anderem für Tischlesungen sowie als Vorlage für Predigten. Der Verfasser dieser Sammlung war vermutlich selbst Mitglied des Deutschen Ordens, auf jeden Fall aber ein Geistlicher hoher Bildung.

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