Druckansicht - Montag 6. September 2010
Sonderschau zum 55. Todestag von Hochmeister Erzherzog Eugen von Österreich 6.2. - 25.10. 2010
unknownErzherzog Eugen von Österreich war der letzte einer langen Reihe von Mitgliedern des Hauses Habsburg, der dem Deutschen Orden als Hochmeister vorstand. Er war Feldmarschall der k u. k. Armee und letzter weltlicher Hochmeister des Deutschen Ordens.
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"Kaiserliches Präsent. Ein Hochmeisterkreuz des 18. Jahrhunderts"
Kabinettsausstellung 10. April bis 22. November 2008
 

unknownIn der Schatzkammer präsentieren wir ein großes, ehemals mit Brillanten besetztes Halskreuz, das ein Geschenk Kaiser Karls VI. an den Hoch­meister des Deutschen Ordens war und sich über 200 Jahre in Ordensbesitz befand. Als der Orden 1938 durch die Nationalsozialisten aufgelöst wurde, war das Kreuz jedoch schon verschwun­den, und seine Spur ließ sich auch nach 1945 nicht wieder aufnehmen. Erst im letzten Jahr tauchte das Kreuz überraschend wieder aus Privatbesitz in der Öffentlichkeit auf - angesichts des letztlich geringen Umfanges an Kunst des Deutschen Ordens wahrhaft eine Sensation.

 

Erstmals kehrt dieses Kreuz nun als Leihgabe wieder in das Deutschordenshaus neben dem Stephansdom zurück und wird im Rahmen einer Kabinettsausstellung inmitten verschiedener Bilder und Dokumente gezeigt, die die verschlungenen Wege nachzeichnen, die das Kreuz in den vergangenen drei Jahrhunderten genommen hatte.

 



Mailänder Deckelpokal aus Bergkristall
  

unknown20.06.2008 

 

Nach wenigstens eineinhalb Jahrhunderten (!) war im Mai 2008 ein Kunstwerk der Schatzkammer endlich wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht: ein auf den ersten Blick eher schlichter Deckelpokal aus Bergkristall. Der Pokal in Form eines Kelches ist am Fuß und über dem Schaft mit dünnen Goldfassungen versehen, die ihrerseits mit feinen Ranken in schwarzem Email verziert sind. Die Kuppa umläuft unten ein Band von Meereswellen mit Fischen, zwischen denen sich drei Tritonen, Seegötter mit Menschenleib und Fischschwanz, aus dem Wasser erheben. Ranken schmücken den oberen Rand der Kuppa, den Fuß und den Deckel. Die bei Bergkristall üblichen Unreinheiten hat der Steinschneider geschickt mit Ornament zu überdecken versucht.

 

Schon der Benediktiner Beda Dudík, der 1865 den Ordensschatz als Erster wissenschaftlich bearbeitete und auch kurz diesen Pokal anführt, bezeichnet ihn als zerbrochen.
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