Druckansicht - Sonntag 5. Februar 2012
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03.08.2011

unknownEines der frühesten und zugleich geschichtsträchtigsten Zeichen der Zusammenwirkens zwischen dem Deutschen Orden und den Habsburgern wurde bereits vor knapp 650 Jahren gesetzt, als der Vertreter des Ordens neben 14 weiteren Zeugen als erster und höchstrangiger Adelsvertreter Tirols seine Unterschrift unter das Testament der Margarethe Maultasch setzte, mit welchem diese das Land Tirol den Habsburgern zuführte, neben der Landesfürstin als einziger rot siegelnd. Für Tirol besonders bedeutsam war Maximilian der Deutschmeister (+1618), zugleich reformeifriger Hochmeister des Ordens, damit Fürst von Mergentheim, sowie Landesfürst von Tirol, der Fürstenhut und Fürstenszepter im Tiroler Wallfahrtsort Mariastein der Gottesmutter zu Füssen legte; er war der erste Habsburger unter den Hochmeistern. Heute noch in weiten Kreisen bekannt ist Hochmeister Erzherzog Eugen (+1954), neben seinem Hochmeisteramt noch Feldmarschall und Kommandant der Südfront im Ersten Weltkrieg. Beide - der erste und der letzte Hochmeister aus dem Hause Habsburg - haben im Dom St. Jakob zu Innsbruck ihre letzte Ruhestatt gefunden. Hervorzuheben wären auch Erzherzog Karl (+1664), zugleich auch Bischof von Brixen und Breslau, und Erzherzog Max Franz (+1801), jüngster Sohn Kaiserin Maria Theresias, Hochmeister und zugleich Bischof zweier bedeutsamer Bistümer in Deutschland. Ein Habsburger-Hochmeister besonderer religiöser und sozialer Prägung war Erzherzog Maximilian Josef von Österreich-Este, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts den Orden durch Gründung der Schwestern- und Priesterkonvente grundlegend erneuerte und mit Klemens Maria Hofbauer regen geistig-spirituellen Austausch pflegte, den Redemptoristenorden und einige Schwesternkongregationen großzügigst förderte.

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Ehrenritter Otto von Habsburg verstorben

04.07.2011

unknownAm 4. Juli verstarb Dr. Otto von Habsburg, der erstgeborene Sohn des letzten österreichischen Kaisers Karl I., Politiker, Publizist und langjähriger Europaparlamentarier. Am 27. 11. 1992 wurde er gemeinsam mit seinem Sohn Karl von Habsburg - Lothringen in Wien zum Ehrenritter des Deutschen Ordens investiert. Der Deutsche Orden war schon seit Jahrhunderten mit dem Hause Habsburg eng verbunden, dem mehrere seiner Hochmeister entstammten, zuletzt Erzherzog Eugen (1894 - 1923). Hochmeister Bruno Platter würdigt die außerordentliche Persönlichkeit Otto von Habsburgs, seine tiefe Gläubigkeit und seinen vorbildlichen Einsatz für ein christliches Europa: „Unser Orden ist stolz darauf, dass Otto von Habsburg Ehrenritter des Deutschen Ordens war. Sein Engagement für ein gemeinsames Europa, das seine eigenen christlichen Wurzeln nicht vergisst, sei ein Vorbild für alle christlichen Politiker. Auch seine entschiedene Ablehnung der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, sein beeindruckender Widerstand gegen den Nationalsozialismus und später seine Hilfe für den von den Kommunisten beherrschten Teil Europas sind beispielhaft und mutig und dürfen nicht vergessen werden. Ich freue mich, dass bei der ersten Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Ungarn im August 1989, mit der der Fall des Eisernen Vorhangs begann, der Deutsche Orden in seiner Person mindestens symbolisch vertreten war." R.I.P.       



05.06.2011

unknownHochmeister Bruno Platter nahm am 3. Juni an der Beerdigung von Erzbischof Karel Otčenášek in Königsgrätz (Hradec Králové) teil und sprach dort dem Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz Erzbischof Dominik Duka und dem Ortsbischof Jan Vokál im Namen des ganzen Ordens seine Anteilnahme aus. Im hohen Dom von Königsgrätz waren die Bischöfe aus Tschechien vollzählig , mehrere Bischöfe aus Polen und der Slowakei, der Prager Nuntius Erzbischof Diego Causero, mehrere Vertreter der tschechischen Regierung und der Stadt Königgrätz, sowie über 2000 Gläubige anwesend; es wurden auch Botschaften von Papst Benedikt XVI. und des tschechischen Staatspräsident Václav Klaus verlesen.

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27.05.2011

unknownAm 25.05.2011 fand im Barockzimmer des Bischöflichen Priesterseminars Linz ein Vortrag der Provinzoberin der Deutschordensschwestern von Passau, Schwester Mirjam Müller, statt. Eingeladen haben hiezu die Familiaren der Ballei Österreich, welche bei dieser Veranstaltung durch ihren Balleimeisterstellvertreter Primarius Dr. Paul Drobec vertreten waren. Schwester Mirjam wurde begleitet von der ehemaligen Generalassistentin Schwester Hermine Ziegler und legte in ihrem Vortrag das Wirken der Deutschordensschwestern der interessierten Zuhörerschaft dar. Gekommen waren neben dem in Linz beruflich tätigen Generalsekretär des Deutschen Ordens, Universitätsprofessor Dr. Ewald Volgger, Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, noch ein Großteil der im Großraum Linz lebenden Familiaren, weiters Aufnahmekandidaten sowie Interessierte für die Aufnahme als Familiare. Schwester Mirjam berichtete - unterstützt von Schwester Hermine - den Zuhörern von den umfangreichen karitativen, sozialen und auch seelsorglichen Tätigkeiten der Deutschordensschwestern, welche eine nicht wegzudenkende Säule des Deutschen Ordens darstellen.

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25.05.2011

unknownNachdem die Bibliothek des Deutschordens-Zentralarchivs im Februar 2010 völlig neu aufgestellt worden war, wurde unmittelbar danach mit der erstmaligen Erfassung der umfangreichen Bestände begonnen. Mit Anfang Mai können wir nun voller Freude und auch ein klein wenig stolz vermelden, dass die Eingabearbeiten vorläufig abgeschlossen sind, und sich derzeit 13.627 Titel suchen und finden lassen. In den kommenden Wochen und  Monaten wird sich diese Zahl noch um die wissenschaftlichen  Zeitschriften und eine  Vielzahl von Aufsätzen erhöhen. Das dies alles in Rekordzeit geschehen konnte, ist zunächst einmal den Confratres der Familiarenballei Österreich zu verdanken, die spontan und unbürokratisch die Kosten für den Regaleinbau in einen bisher wenig genutzten Durchgangsraum übernommen haben und durch die damit geschaffenen zusätzlichen 130 Laufmeter Regale die räumlichen Bedingungen für die Neuaufstellung erst ermöglichten.

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Profesjubiläum in Friesach

25.05.2011

unknownAm vergangenen Samstag, dem 21. Mai, konnte die kleine Schwesterngemeinschaft in Friesach die Professjubiläen von Sr. Cäcilia Klemenčič (75 Jahre Profess, die leider aus gesundtheitlichen Gründen nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen konnte), Sr. Emma Lichner (70 Jahre Profess) und Sr. Monika Madleniger (60 Jahre Profess) begehen. Schon die liebenswerte Begrüßung durch die Provinzoberin, Generalassistentin Sr. Maria-Regina Zohner, trug zu einer familiären und frohen Stimmung bei. Sie mit Sr. Mirjam, der Provinzoberin der Deutschen Schwesternprovinz,  angereist, wobei erwähnt werden darf, dass beide  in diesem Jahr ebenfalls ihr goldenes Professjubiläum begehen dürfen.

Der Gottesdienst, feierlich und froh umrahmt von Kärntner Chormusik, war für alle Beteiligten spürbar getragen vom Dank für solche Berufungen, für die Treue eines langen Ordenslebens in guten wie in schweren Zeiten und die hohe Anerkennung vor dem Lebenswerk der Schwestern, die auch heute noch mit ihrem Dasein ein wichtiges Zeugnis geben für die Freude, die der Glaube schenken kann und die durch ihr Wirken für die Menschen, in denen sie Christus erkannten,  beigetragen haben zum  Aufbau des Reiches Gottes und vielen Menschen über die körperliche Heilung hinaus Trost und Zuwendung gegeben haben. In fröhlicher Stimmung wurden anschließend im festlich geschmückten Refektorium gefeiert und auch noch das eine oder andere Lied angestimmt.



24.05.2011

unknownVom 16.-18. Mai besuchte der Hochmeister nach knapp einem Jahr erneut das Ermland. Eingeladen hatte die Universität Allenstein/Olsztyn; bereits bekannter Standort war wie im Vorjahr, das Priesterseminar Hosianum. War der Aufenthalt 2010 sehr viel förmlicher bis hin zur Position als Staatsgast anlässlich des Gedenkens an die 600. Wiederkehr der Schlacht von Tannenberg/Grunwald, so war er jetzt gekennzeichnet von fast schon familiärer Offenheit, auch wenn das Programm sehr wohl hochoffizielle Punkte außerhalb der Vorträge kannte. Am Beginn stand stets eine förmliche Begrüßung, etwa durch den Rektor des Priesterseminars Prof. Władysław Nowak oder den Rektor der Universität Prof. Józef Górniewicz. In der Universität hatte der Hochmeister als erstes den Medien Rede und Antwort zu stehen, wie auch an allen anderen Orten Kameras und Mikrofone warteten und der erste Bericht bereits am Nachmittag des ersten Tages gesendet wurde.

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